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#2015bestnine – Jahresrückblick im Quadrat

#2015bestnine

2015 ist nun schon wieder Geschichte. Um uns in die Reihe der obligatorischen Jahresrückblicke einzuweihen, haben wir unseren liebsten Social-Media-Kanal bemüht: Instagram. Das war also unser Jahr 2015 – zumindest wenn man der Anzahl der Likes Glauben schenken darf.

1 Winterwandern in Lappland

We moved so fast Never thought twice Mind came at last Put us on ice

Ein von Johann & Saskia (@travellus) gepostetes Foto am

 Mein persönliches Reisejahr habe ich im finnischen Teil von Lappland beschlossen. Auf merkwürdige Weise sind alle drei Bilder, die von dieser Reise bei Instagram gelandet sind, unter den meist geliktesten unseres Jahres gelandet.

An unserem letzten Tag vor Ort sind wir über einen zugefrorenen und zugeschneiten See gewandert. Mitten am vermeintlich dunkelsten Tag des Jahres. Das Licht und die Stimmung auf dem zugefrorenen See waren einfach magisch: ringsum nur wenige Menschen, kein Lärm, keine Häuser und nur Schnee. Auch wenn wir den Weg ein wenig anders geplant hatten – zurück in die Zivilisation führten ausschließlich Langlaufloipen, außer über den See – schöner hätten wir uns von Lappland nicht verabschieden können.

2 Polarnacht in Lappland

Merry Christmas!

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Und auf Platz zwei folgt gleich der nächste Schnappschuss aus Finnland. Habt ihr schon mal versucht, auf Schneeschuhen einen „Hügel“ zu erklimmen? Auf einmal kommen einem 200 Höhenmeter wie 2.000 vor. Als wir aber nach sehr intensiven Wanderstunden endlich die Baumgrenze hinter uns lassen konnten, hat es uns fast aus den Schneeschuhen gekippt. So verzaubernd war der Ausblick über die schneebedeckten Fichtenwälder zu unseren Füßen. Als in der Dämmerung der Polarnacht dann auch noch der Mond aufgegangen ist, war die Szenerie perfekt. Das fand wohl auch die Instagram-Community.

3 Der goldene Pavillon in Kyoto

And I was green, greener than the hill where the flowers grew and the sun shone still

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Allein in Kyoto gibt es mehr als 1.000 buddhistische Tempel. Wenn ihr ein paar Tage in Japan unterwegs seid, kann es ziemlich schnell passieren, dass sich für euch ein Tempel dem nächsten gleicht. Der Kinkaku-ji sticht schon allein aufgrund seiner Farbe aus der holzfarbenen Masse heraus. Auch wenn es das wunderschöne Foto, dass Johann von seinem Japan-Trip mitgebracht hat, nicht vermuten lässt – andächtige Stimmung solltet ihr lieber in einem anderen Tempel suchen. Hat man sich zwischen Schulklassen aus ganz Japan in Sichtweite des Tempels gedrängt, droht aus jeder möglichen und unmöglichen Richtung der Tod durch Selfie-Sticks. Die trügerische Idylle des goldenen Pavillons fanden dann wahrscheinlich auch nur die Instagram-Mitglieder anziehend, die noch nie vor Ort waren.

4 No Legida

#notoracism #welcome to #leipzig #nolegida

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Auch wenn unser Instagram-Account vermitteln könnte, dass wir ein sorgenfreies Leben auf der ganzen Welt führen, mussten wir in 2015 das ein oder andere Mal am Gegenteil verzweifeln. Ein trauriger Höhepunkt ergab sich gleich zu Beginn des Jahres, als der Pegida-Ableger „Legida“ beschlossen hatte, auch unsere Heimatstadt unsicher zu machen. Ein Instagram-Bild kann natürlich niemanden retten und bildet erst recht keine Basis dafür, Hass und Wut aus den Köpfen viel zu vieler Menschen zu verbannen. Aber auch in der immerbunten Instagram-Community kann ein Hinweis auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben nicht schaden, schätze ich.

5 Schneeschuhwandern in Finnland

When the red sun sets on the railroad town

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Und auch das letzten Bild meiner Winterreise nach Lappland hat es in unsere Top Neun geschafft. Übrigens ein typisches Beispiel, wie weit meine und die Meinung der Instagram-Community manchmal auseinander liegen: Für mich ist das eines der magischsten Bilder auf unserem Kanal überhaupt. Wolken wabern durchs Tal, die Hügel sind mit verschneiten Fichten überzogen und der Himmel nimmt dir alle Worte. Für mich einer DER Momente in 2015 überhaupt. Aber in der unerbittlichen Like-Statistik lediglich Mittelfeld. Kennt ihr solche Instagram-Momente auch? Dann wisst ihr wahrscheinlich, wie viele Bilder es nicht in die Top Neun geschafft haben, es aber meiner Meinung nach viel mehr verdient hätten.

6 Sonnenaufgang im Oman

Life on the edge – 3.000m above sealed streets #oman

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Wir waren – man kann es nach dieser Statistik kaum glauben – nicht nur in Finnland unterwegs. Im Oman sind wir in ein für uns völlig neues Land abgetaucht und haben beeindruckende Natur gesehen. Das alles mit einem der niedrigsten Touristenaufkommen, das wir je erlebt haben. So auch auf dem Jebel-Shams, dem höchsten Berg des Oman: wir haben ganz allein an der Kante zu einem beeindruckenden Canyon gecampt. Kein Mensch in Hör- und Sichtweite. Nur zehntausend Ziegen um uns herum. Aber dafür war der Anblick über den Canyon in die vom Morgengrauen verhüllten Ebene einfach magisch. Und animierte uns zu diversen Schattenspielen.

7 Die blaue Stadt

Blue is the warmest colour.

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Unser Reisejahr fand auch mit Istanbul definitiv einen Höhepunkt. Die Stadt hat uns sofort in ihren Bann gezogen und überraschte uns mit unheimlich vielen neuen Gerüchen, Bildern und Geräuschen. Um eine Ahnung vom Ausmaß der Stadt zu bekommen, haben wir uns in eine lange Reihe zum Galata-Turm eingereiht. Was ich dabei nicht bedacht hatte – Höhenangst verträgt sich nicht so gut mit türkischen Sicherheitsbestimmungen und Menschenmassen. Ein schräg nach außen abfallender Rundgang und ein verrostetes und mehr als notdürftig aussehendes Geländer nahmen mir gleich zu Beginn jeden Sinn für den Ausblick. Als dann auch noch von allen Seiten Menschen vor und hinter mir vorbei wollten, musste ich den Ausflug leider vorzeitig abbrechen. Zum Glück hat Johann den Blick fürs Wesentliche behalten und diese wunderschöne Aufnahme gemacht.

8 Sommer zu Hause

Strawberry fields forever.

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Was macht man, wenn man eine Promotion abschließen muss, Klausuren bestanden werden sollten und eine dreimonatige Examensvorbereitung wartet? Den Sommer natürlich trotzdem so gut wie möglich genießen. Auch wenn 2015 für uns keine gemeinsame Sommerreise bereithielt, haben wir das Beste aus Leipzig herausgeholt: Schwimmen, Radfahren, grillen und natürlich Erdbeeren sammeln. Ich bin zwar mehr fürs Erdbeeren essen zu haben, aber einmal im Jahr lass ich mich dann doch breit schlagen.

9 Sächsische Schweiz

Fields of gold. #weekendgetaway

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Bevor uns im Sommer zu Hause die Decke auf den Kopf gefallen ist, sind wir schnell übers Wochenende geflüchtet: mit dem Zelt in die Sächsische Schweiz. Auch wenn das Bild auf jedem anderen beliebigen Feld entstanden sein könnte, erinnert es mich doch immer an ein Wochenende, das genau im richtigen Moment zwei Tage Urlaub bedeutete. Wir haben beim Wandern den Kopf frei gepustet und uns auf der Bastei in die Sonntagsausflügler gestürzt. Und vor allem keinen einzigen Gedanken an Arbeit und Studium verschwendet.

Das waren unsere neun beliebtesten Bilder auf Instagram in 2015. Das ist natürlich nur ein winziger Ausschnitt aus einem verrückten Jahr. Wir haben noch einige andere Reisen unternommen, diesen Blog aufgesetzt und große Pläne für 2016 geschmiedet. Wir sind bereit für das neue Jahr. Ihr auch? Dann los!

Seid ihr auch auf Instagram aktiv? Kennt ihr die Momente, in denen ihr euch fragt, was für einen merkwürdigen Geschmack diese Community hat?

Geschrieben von Saskia.

2 Comments to "#2015bestnine – Jahresrückblick im Quadrat"

  1. Antworten ReiseSpatz 15. Januar 2016 at 14:30

    Das sind viele wunderschöne Fotos! Da hattet ihr ja ein tolles Reisejahr. Wir waren letztes Jahr auch im Oman und es hat uns super gefallen, mal ein ganz anderes Reiseziel und vor allen Dingen wenig touristisch! Hier kannst du lesen was wir alles gesehen haben wenn du Lust hast: http://reisespatz.de/reisebericht-oman/

    • Saskia&Johann
      Antworten Saskia&Johann 15. Januar 2016 at 20:43

      Ja, da hat es 2016 ganz schön schwer, mitzuhalten. 😉 Toll, dass der Oman touristisch immer mehr Berücksichtigung findet. Natur, Menschen und Kultur sind für mich jederzeit wieder eine Reise wert. Viele Grüße, Saskia

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