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Istanbul kulinarisch

Simits

Im Mai haben wir uns ein paar Tage in Istanbul gegönnt. Das erste Mal in diesem Jahr richtig Sonne und Wärme tanken. Hätten wir gewusst, dass uns ein echtes Schlemmerparadies erwartet, hätten wir wahrscheinlich ein paar Tage mehr ausschließlich dafür eingeplant. Die kulinarische Reise begann schon, kaum dass wir den Erdboden unter uns zurückgelassen hatten. Wir sind das erste Mal mit Turkish Airlines geflogen und sind kaum hinterhergekommen mit dem Essen. Und dafür, dass wir uns 10.000 Meter über dem Erdboden befanden, war es auch richtig lecker.

Aber kommen wir zu den echten kulinarischen Highlights in Istanbul bzw. der Türkei (und davon gibt es einige). Leider gibt es nicht von allen auch Bilder: Wenn uns das Wasser im Mund zusammenläuft, geraten die Bilder ab und an in Vergessenheit.

Meze

Gibt es etwas, dass ihr immer essen könnt, auch wenn ihr gerade ein ganzes Kartoffelfeld verdrückt habt? Dazu zähle ich definitiv Meze. Eure Geschmacksnerven werden jedes Mal aufs Neue mit unbekannten Geschmäckern herausgefordert. Und ihr könnt die Menge super variieren, sodass immer noch ein klitzekleines Plätzchen für die göttlichen türkischen Backwaren übrig bleiben sollte. Hier findet ihr ein paar tolle Rezepte zum Nachkochen.

 

Backwaren

Ich weiß nicht, was in türkischen Backstuben geknetet wird – da muss definitiv ein Zaubermittel drin sein. Ein Simit ist das perfekte Frühstück, wenn ihr auf dem Sprung zum nächsten Basar seid. Die Sesam-Kringel gibt es an jeder Ecke und wenn ihr dazu noch einen türkischen Kaffee auftreiben könnt, dürfte euer Start in den Tag perfekt sein.

Und wenn es dann mal ein bisschen deftiger sein soll, gönnt euch auf jeden Fall ein paar Gözleme mit Frischkäse und Spinat. Wenn ihr die Teile frisch von der Steinplatte bekommt, werdet ihr tagelang nichts anderes mehr essen wollen.

Lokum

Turkish Delights fand ich immer ein bisschen merkwürdig. Das sah mir alles nach einer ganzen Schaufel zu viel Zucker aus. Aber als Turkish Airlines für jeden Gast einen kleinen Würfel zum Start gereicht hat, war meine Aufregung doch zu groß, um abzulehnen. Was für ein Glück! Es gibt kein schöneres Gefühl, als der Puderzucker, der langsam auf eurer Zunge schmilzt und die säuerlichen Granatapfelkerne, die sich langsam ihren Weg durch die schwere Süße der Zuckermasse bahnen. Nur eine Zutat hatte es nicht leicht bei uns: Rosenwasser. Das war in Verbindung mit der Konsistenz von Lokum einfach zu viel Seifenfeeling.

Türkischer Kaffee

Frischer Fisch

Auch wenn es wahrscheinlich in jedem einzelnen Marco-Polo-Reiseführer steht: Verpasst auf keinen Fall den Fisch an der Galatabrücke. Die schwankendsten Boote, die ihr entdecken könnt, sind bestimmt die mit dem frischsten Fisch. Und frisch ist gar kein Ausdruck für die wenigen Sekunden, die zwischen der Angel und euren Zähnen liegen. Lasst euch auf keinen Fall dazu hinreißen, eines der Restaurants unter der Brücke zu besuchen. Hockt euch lieber zwischen die Einheimischen an das Ufer des Bosporus und genießt das Gewusel um euch herum. Und dann könnt ihr euch auch fragen, welche merkwürdigen Sachen dort in Gläsern eingelegt werden – vielleicht kommt ihr ja auf eine appetitlichere Idee als wir.

Kadiköy

Bei Kadi Nimet Balıkçılık könnt ihr euch euren Fisch direkt vor der Tür aussuchen und einige Minuten später kommt er frisch zubereitet an euren Tisch. Das Restaurant ist winzig und leider auch schon einigen Touristen bekannt. Aber das Essen war einfach zu gut, um euch nicht davon zu erzählen.

Kadi Nimet Balıkçılık

Neben Fisch hat Kadiköy, auf der asiatischen Seite der Stadt, eingiges an Leckereien zu bieten. Wenn ihr einmal dort seid, solltet ihr auf jeden Fall einen türkischen Kaffee bei Fazil Bey probieren. Dort haben wir definitiv einen der besten Kaffees der ganzen Reise getrunken (und wir haben so einige probiert). Sucht euch am besten einen Platz im oberen Stockwerk, dort könnt ihr das Treiben aus einer besonders interessanten Perspektive beobachten.

Türkisches Frühstück

Menemen

An unserem ersten Morgen saßen wir vor einer türkischen Frühstückskarte und hatten keine Ahnung was diese Buchstaben bedeuten sollten. Auf Empfehlung des Kellners/Kochs/Inhabers haben wir uns für Menemen entschieden. Und zu jedem anderen Früshtück danach. Die Mischung aus Ei, Paprika, vielen Tomaten und ein bisschen Schärfe ist einfach perfekt und eignet sich auch wunderbar, um zu Hause nochmal in Reiseerinnerungen zu schweben.

Auf dieser Karte haben wir für euch die wichtigsten Punkte (zumindest die, die wir auf der Karte wiedergefunden haben) zusammengestellt, mit denen ihr Istanbul kulinarisch erleben könnt.

Wenn ihr nach all den leckeren Sachen noch ein winziges Plätzchen übrig habt, probiert die Kebaps, die es an jeder Ecke in den unterschiedlichsten Formen gibt (vermeidet aber unbedingt die Touristenhotspots in Sultanahmed) und gönnt euch einen frisch gepressten Saft von den vielen Straßenständen.

Frisch gepresster Saft

Das waren unsere kulinarischen Highlights in Istanbul im Schnelldurchlauf. Habt ihr noch andere Tipps, was man Istanbul bzw. der Türkei unbedingt probieren sollte?

Hier, hier und hier findet ihr noch viele weitere Tipps und Erfahrungen zu den kulinarischen Höhepunkten in Istanbul.

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