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Es wird persönlich: 11 Fragen zu uns und dem Reisen

Grand Canyon

In den letzten Wochen erreichten uns zwei mal elf Fragen rund ums Reisen, uns selbst und den Blog. Weil das Frage-Antwort-Spiel in doppelter Länge für dich bestimmt schnell langweilig wird, haben wir uns einfach unsere elf Lieblingsfragen rausgesucht. Und am Ende wollen wir natürlich auch ein bisschen weiterfragen. Vielen Dank am Maria Anna sowie Anja und Anne für die Nominierung zum Liebster-Award!

1 Wohin ging deine allererste Reise und welche Erinnerung verbindest du damit?

Johann: Puh… Ich weiß nicht, was da jetzt offiziell zählt. Meine Oma erwähnt hin und wieder wie meine Mama mit einem „dicken Bauch“ am Eifelturm stand. Da meine beiden Schwestern jünger sind als ich, schätze ich mal, dass Paris meine erste Etappe war. Meine ersten eigenen Erinnerungen habe ich drei Jahre später von der wunderschönen Insel Zypern. Dort bin ich bei einem abendlichen Spaziergang in ein Geschäft gefallen, wobei ich mir das Knie lädiert habe. Als wir ein Jahr später nochmal dort waren, konnte sich die Inhaberin des Geschäfts wohl noch daran erinnern, sagt zumindest meine Großmutter. Das kann ich leider nicht bezeugen, ich war wohl in der Sekunde damit beschäftigt, mir etwas Ungesundes aus dem Regal auszusuchen…

Island Dynjandi

2 Und wohin ging die letzte Reise?

Saskia: Einmal rund um Island. Die Insel aus Feuer uns Eis war wirklich magisch. Wir haben gefroren, wir haben geschwitzt, wir haben gestaunt und am Ende nicht ganz glauben können, dass diese Natur wirklich echt und kein Spielplatz für outdoorverliebte Erwachsene ist.

3 Mit wem verreist du am liebsten und warum?

Johann: Tja, gute Frage… Da würde ich spontan auf meine Reiseblogpartnerin tippen. Saskia sucht am Vorabend immer eine Palette an Aktivitäten aus, unter denen ich mich dann nur noch für die besten entscheiden muss. Ich weiß nicht, wo sie diese Energie nach x Stunden Stadt-Meer-irgendwas-Triathlon dann noch hernimmt. Das ist jedenfalls ein großes Glück!

Türkischer Kaffee

4 Wenn du die Wahl hast: Outdoor-Reise oder Städtetrip?

Saskia: Ein guter Mix aus Beidem ist für mich die perfekte Reise. Ich liebe es, in einer fremden Stadt von Café zu Café zu schlendern und die Menschen zu beobachten. Aber über die Jahre habe ich das Draußen-Sein dann doch noch lieben gelernt. Und so würde ich heute wahrscheinlich jede Nacht im Zelt unter einem Himmel voller Sterne mit Wanderschuhen vor der Tür einem hektischen Stadtspaziergang vorziehen.

ACE Hotel LA

5 Hotel oder Hostel?

Saskia: Diese zwei Alternativen stehen sich bei uns ziemlich selten gegenüber. Ich liebe tolle Hotels, in denen Liebe steckt und die mit Außergewöhnlichkeit und Design glänzen. Da genau diese Unterkünfte aber selten in unser Budget passen und man dort auch ziemlich wenig vom Reiseziel an sich mitbekommt, suchen wir uns lieber einen Gastgeber auf Couchsurfing. Oder haben eben unser Zelt dabei. Obwohl das natürlich eher nur für unsere Outdoor-Reisen geeignet ist. Zelten in der Stadt hat sich in Reykjavik für uns nicht besonders vom Hostel unterschieden. Und in den meisten Hostels haben wir uns bisher noch nicht so wirklich wohl gefühlt: immer die gleichen Gespräche unter Reisenden und kaum Locals mit denen man in Kontakt kommen kann.

6 Wie bewegst du dich auf Reisen am bevorzugsten fort?

Saskia: Fliegen ist zwar schnell, effizient und in vielen Fällen auch die einzige Möglichkeit, um eine dreiwöchige Reise in einem weit entfernten Land zu starten, aber wenn ich einmal vor Ort bin, lass‘ ich die Metallröhre gern sehr schnell hinter mir. Roadtrips sind für mich eine der schönsten Möglichkeiten, um die Outdoor-Highlights eines Landes zu erkunden. Mit keinem Verkehrsmittel bist du unabhängiger. Anhalten, wo es schön ist. Abbiegen, um einen anderen Aussichtspunkt zu suchen. Hinfahren, wo die besten und abgelegensten Wanderwege starten. Außerdem ist so ein Auto nach ein paar Tagen unterwegs auch wie ein kleines Zuhause auf Rädern, sodass die ständigen Ortswechsel mich gar nicht so sehr stressen.

Aurora Borealis Express

Wenn ich kein Auto zur Verfügung habe, liebe ich das Reisen per Zug. Die Landschaft rauscht vorbei, während du in deinem Sitz die Gedanken ganz weit schweifen lassen kannst. Kaum eine Anreise war schöner, als unsere Zwölf-Stunden-Fahrt ins herbstliche Budapest. Oder die Fahrt im ratternden Nachtzug von Helsinki nach Norden, in Richtung Lappland. Während das Flugzeug dich an einem Ort in dieser Welt aufsaugt, und dich an einem ganz anderen wieder ausspuckt, gibt dir die Zugfahrt ein Gefühl für die vielen Kilometer, die du durch eine Landschaft braust.

7 Was darf in deinem Handgepäck auf Reisen nie fehlen?

Saskia: Von Reise zu Reise wird mein Handgepäck ein wenig angepasst, je nachdem, wie lange, wohin und mit welcher Airline wir unterwegs sind. Zu meiner Mindestausstattung gehört definitiv eine leere Flasche. Oft kommen die Service-Menschen für meinen Geschmack zu selten mit Getränken vorbei. Oder ich bin zu faul, mich aus meinem Sitz zu schälen und ein frisches Glas Wasser zu holen. Oder es gibt Turbulenzen und dein Getränk landet in deinem Schoß. Oder, oder, oder. Und gerade in 10.000 Metern Höhe solltest du deinen Wasserhaushalt immer oben halten. Daher fülle ich mir noch am Boden Leitungswasser ab und bin so zumindest die ersten Stunden ein wenig unabhängiger vom Board-Service.

Camping Big Sur

Ein paar Kopfhöher und mein Handy mit meinen Lieblingsreisesongs darf in meinem Rucksack auch auf keinem Flug fehlen. Damit kann ich ganz wunderbar die merkwürdigen Geräusche übertönen, die manchmal meine Nervosität zum Vorschein bringen. Oder Podcasts hören, um die Langeweile zu beseitigen. Oder natürlich einen Film nach dem anderen schauen. Was natürlich auch immer dabei sein sollte: mein Reisepass. So ziemlich das Einzige, das du unter keinen Umständen zu Hause oder im Aufgabegepäck lassen solltest.

Daneben packe ich, je nach Flug, die folgenden Sachen ein: Tablet (gut um sich vom Entertainment-Programm an Bord unabhängig zu machen und den Reiseführer vor Ankunft zu checken), ein Buch (theoretisch wäre der Kindle ja platzsparender, aber irgendwie klappt es mit uns beiden noch nicht so richtig), dicke Socken, Schal, Schlafbrille, Nasenspray, Notizbuch und Stift.

8 Wenn du nicht bloggst, was machst du dann?

Johann: Da ich in Kürze meine letzten Prüfungen des Medizin-Studiums habe, stopfe ich meinen Kopf mit Fakten voll. Das mache ich dann neben der Tasse, die ich mir aus New York City mitgebracht habe, auf dem Untersetzer aus Barcelona. Neben mir liegt die ganze Zeit ein Reiseführer für „Die Welt“, was mich im Hinblick auf unseren großen Trip nächstes Jahr ungemein motiviert. Und nach getanem Tagespensum höre ich beim Joggen noch einen spanischen Reisepodcast. So kann ich mich nächstes Jahr in Südamerika hoffentlich unterhalten und werde auch noch etwas auf diese „Welt“ vorbereitet.

9 Die besten Ideen für einen Blogbeitrag kommen dir beim….?

Saskia: … beim Reisen natürlich, wo sonst? Oder wenn ich zu Hause voller Fernweh die Bilder der letzten Reise durchsehe.

10 Schreibst du noch Postkarten?

Saskia: Ich liebe die Jagd nach den schönsten Postkarten, die man vor Ort finden kann. Ein Tipp: meistens nicht in den Tourt-Kitsch-Stores. Museums-Shops, Buchläden oder kleine Geschäfte mit lokalen Produkten sind da meist die bessere Anlaufstelle. Manchmal schaff‘ ich es zwar unterwegs nicht, die schriftlichen Grüße auch abzuschicken, aber in Deutschland gibts ja notfalls auch Briefkästen… Mal schauen, wie viele Postkarten ich im nächsten Jahr verschicken kann.

Weltreise Planung

11 Welche sind deine drei liebsten Bucketlist-Ziele?

Saskia: So eine richtige Bucketlist haben wir alle beide nicht. Und wenn ich jetzt so darüber nachdenke, stünden bei mir darauf nicht nur Reiseziele, sondern vor allem Erlebnisse, die ich mit diesen Zielen verbinden würde. Deshalb fallen mir ganz spontan diese drei Dinge ein, die ich gern erleben würde:

Wir würden uns freuen, wenn die lieben Menschen hinter Whale of a Time, Bilderbummler, North Star Chronicles, Lovely for Living und Lu Morgenstern (und natürlich jeder andere, der auch Lust darauf hat) unsere Reise-Fragen beantworten würden:

Mit welchem Foto verbindest du eine witzige Reiseerinnerung?

Heimweh oder Fernweh?

Was unternimmst du auf Reisen am liebsten? Tauchen, Wandern, Kajaken…?

Vollzeitreise oder -job?

Wem würdest du gern einmal mitnehmen auf Reisen, um ihm oder ihr unsere wunderschöne Erde zu zeigen?

Wie würde dein eigener Reise-Roman heißen?

Allein, zu zweit oder in der Gruppe auf Reisen?

Welche Reiseblog, -podcasts, -bücher oder -magazine inspirieren dich immer wieder für neue Ziele oder Unternehmungen?

Souvenirs oder Erinnerungen?

Welches Rezept hast du von einer deiner Reisen mitgebracht, das deine Küche immer wieder in fremde Gerüche taucht?

Was war bisher deine größte Herausforderung auf Reisen?

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7 Comments to "Es wird persönlich: 11 Fragen zu uns und dem Reisen"

  1. Antworten Lu Morgenstern 19. Oktober 2016 at 23:33

    Boah, zum Glück lese ich wirklich immer fleißig, was ihr schreibt, sonst hätte ich gar nicht mitbekommen, dass ihr mich nominiert habt. Danke!! Ich versuche das hinzubekommen. Irgendwie. Eventuell mach ich auch eine Mischung aus euren Fragen und einer Nominierung, die mein Gewissen schon seit April belastet. Ähäm. 😉
    Liebe Grüße Lu

    • Saskia&Johann
      Antworten Saskia&Johann 20. Oktober 2016 at 20:48

      Ups, da hätten wir wohl mal ein paar Nachrichten rausschicken sollen… Bin sehr gespannt auf deine Antworten (und die weiteren Fragen ;)) Viele Grüße, Saskia

      • Antworten Lu 24. November 2016 at 10:14

        Ja, vielleicht. 🙂 Aber ging ja nochmal gut. Ich habe auf jeden Fall fleißig in die Tasten gehauen und es ist vollbracht! Danke nochmal für die Nominierung. Liebe Grüße Lu

        • Saskia&Johann
          Antworten Saskia&Johann 24. November 2016 at 20:05

          Das freut uns, da schauen wir gleich mal ganz gespannt bei dir rein! Liebe Grüße, Saskia

  2. Antworten Sabina 24. November 2016 at 12:35

    Vielen Dank für die Nominierung, haben uns sehr gefreut.
    Wir haben bereits mitgemacht und haben momentan leider beschränkte Ressourcen, deswegen fehlt uns bisschen die Zeit, eure Fragen zu beantworten.
    Wir finden euren Blog auf jeden Fall super – haben uns schon ein paar Helsinki-Tipps geholt.
    Liebe Grüße, Sabina von Whale of a Time Travelblog

    • Saskia&Johann
      Antworten Saskia&Johann 24. November 2016 at 20:04

      Hey Sabina, vielen Dank für die lieben Worte! Ist ja auch kein Muss mitzumachen, wir freuen uns auch über eure „normalen“ Reiseberichte! Liebe Grüße, Saskia

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