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Roadtrip USA – Unsere Route

Roadtrip USA Route

Im September 2014 sind wir für drei Wochen durch Kalifornien, Arizona und Nevada gedüst. Wir haben beeindruckende Nationalparks besucht, viel zu große Städte angeschaut und unvergessliche Ausblicke genossen. Das war unsere Route.

 

Als wir dir Flüge nach Los Angeles gebucht hatten, war da zuerst ganz viel Vorfreude. Und dann das monatelange Grübeln über die „perfekte“ Route. Wir wollten uns nicht zu viel vornehmen und den ganzen Tag nur im Auto sitzen, aber wenn ihr einmal anfangt zu recherchieren, dann werden ihr ganz schnell merken, dass dieses Land viel zu viel zu bieten hat. Ein paar Stationen gab es, die schon seit Jahren auf unserer To-Do-Liste standen: San Diego, Yosemite und der Pacific Coast Highway. Drum herum haben wir dann eine Route gebaut, die wir euch definitiv ans Herz legen können.

Woche 1 – Von LA nach Las Vegas

Nach der Landung in Los Angeles sind wir todmüde ins Bett gefallen um am nächsten Tag Richtung San Diego zu starten. Dazwischen gehörten für uns, ganz in Teenager-Manier, ein Stopp im Orange County und immer wieder am Pazifik. Nach einer entspannten Zeit in San Diego ging es weiter Richtung Palm Springs. Die Stadt in der Wüste ist schon sehr faszinierend. Unser schönster Wüstenmoment: Nachts bei 30 Grad im Pool treiben und den Sternen zusehen.

Palm Springs

Nach so viel City Beats war unser nächster Stop im Joshua Tree National Park genau das Richtige. Ihr solltet unbedingt das Auto auch mal stehen lassen und ein paar der kleinen Wanderungen machen. Wenn auch auf den Straßen in den Nationalparks nicht viel los ist – zu Fuß haben wir noch viel seltener andere Menschen getroffen.

Route 66

Über die Route 66 (ein altes, verkommenes Stück Mother Road und nicht die Touristenfallen) sind wir dann zum Grand Canyon gefahren. Falls ihr, so wie wir, Zweifel habt, ob sich der große Umweg lohnt, dann können wir euch nur raten: FAHRT DORT HIN! Der Ausblick ist unbeschreiblich und kein Foto dieser Welt kann festhalten, was eure Augen dort zu sehen bekommen.

Grand Canyon

Auf dem Weg nach Nevada haben wir uns noch den Lake Mead angeschaut. Ganz nett, aber wenn ihr irgendwo kürzen müsst, dann hier. Danach brauchten wir erstmal ein bisschen Erholung (bzw. Zeit unsere Sachen zu waschen) und haben uns zwei Luxus-Tage in Las Vegas gegönnt. Johann war völlig begeistert von der Stadt, Saskia dagegen so gar nicht. Ob Las Vegas unbedingt auf die Route für euren USA Roadtrip gehört – entscheidet selbst.

Woche 2 – durch Wüsten und über Berge nach San Francisco

Um das Wüstenfeeling noch ein bisschen zu erhalten, solltet ihr einen Stop im Death Valley einlegen. Selbst im September war es dort noch so heiß, dass jeder Schritt aus dem Auto einem Saunagang glich. Zur Abkühlung könnt ihr die Klimaanlage auf der langen Fahrt nach Bishop bzw. gleich an den Mono Lake ordentlich hochschrauben.

Mono Lake

Am Mono Lake waren wir völlig unverständlicherweise fast allein. Wenn ihr auf dem Weg in den Yosemite National Park die Tioga Road wählen wollt bzw. könnt, ist der Stop an diesem einzigartigen See obligatorisch. Die anschließende Fahrt durch die Berge ist einfach atemberaubend. Um den ganz großen Touristenmassen zu entgehen, haben wir zwei Tage im Tuolomne Meadows Campground geschlafen. Da bekommt ihr zwar noch nicht die berühmtesten Brocken zu sehen, aber dafür trefft ihr auf euerer Ganztageswanderung auch höchstens eine Handvoll Menschen.

Yosemite Valley

Danach wollten wir aber auch noch die klassische Sightseeing-Tour machen und sind die Tioga Road ins Yosemite Valley und von dort zum Glacier Point gefahren. Auch wenn ihr dort alles andere als allein sein werdet, die Aussicht ist es definitiv wert. Um noch genügend Zeit für die Küste zur Verfügung zu haben, macht ihr euch danach am besten Richtung San Francisco auf. Mehr zufällig sind wir dann auch noch in Berkley gelandet und können diese Unistadt definitiv empfehlen.

Woche 3 – Staunend über den PCH zurück nach LA

Nach diesen Stadttagen wird es Zeit, euch auf eine der schönsten Straßen der Welt zu begeben: den Pacific Coast Highway. Jede Kurve ist dort von einer neuen beeindruckenden Aussicht gesäumt und erst auf diesem Streckenabschnitt werdet ihr merken, wie faszinierend doch ein und das selbe Meer sein kann. Zum Übernachten bieten sich – je nachdem wie viel Zeit ihr auf diesem Abschnitt verbringen woll –  der Campingplatz in Big Sur und Santa Cruz an. Und wenn ihr ein bisschen Abwechslung von den vielen Küstenpanoramen braucht, könnt ihr einen Abstecher in den Big Basin Redwoods State Park machen und die Redwoods bestaunen.

McWay Falls

Zum Abschluss haben wir noch einen Tag im Santa Barbara Valley verbracht und eine grandiose Weintour gemacht. Wenn ihr euch ein winziges bisschen für Weine interessiert und ihr schon immer mal das Grundstück des Pferdeflüsterers sehen wolltet, dann bucht am besten eine Tour bei Stagecoach Wine Tours.

Wenn ihr, so wie wir, nur drei Wochen Zeit habt, dann wird es jetzt langsam Zeit für die Rückkehr nach Los Angeles. Auf dem Weg liegen noch ein paar tolle Stationen wie Santa Monica, Venice Beach und vielleicht auch Downtown LA. Danach heißt es Bye-Bye und hoffentlich bis bald. Um diese vielen Eindrücke zu verarbeiten reicht nicht einmal der zwölfstündige Flug zurück nach Dutschland.

Praktische Hinweise

Diese Route bietet sich vor allem an, wenn ihr auch im September unterwegs seid. Der Reisezeitraum bietet den Vorteil, dass es in den Wüsten nicht mehr ganz so unerträglich heiß ist. Gleichzeitig habt ihr in den bergigen Regionen noch nicht mit Schneefall zu rechnen. So könnt ihr beispielsweise noch über die Tioga Road einmal von Ost nach West durch den Yosemite fahren. Die größten Touristenströme sind bereits abgezogen (so lange ihr die Feiertage berücksichtigt), aber die meisten Campingplätze und Convenient Stores in den Nationalparks haben noch geöffnet. Der größte Nachteil an einem Roadtrip durch die USA mit der obigen Route im September sind die Wasserfälle im Yosemite. Auch wenn gerade keine jahrelange Trockenheit in Kalifornien herrscht, seht ihr im September nicht mal mehr ein kleines Rinnsal.

Die Route umfasst insgesamt ca. 3.500 km, also durchschnittlich 175 km pro Tag. Da die Strecken teilweise wirklich beeindruckend waren, wir kürze und längere Fahrttage im Wechsel eingeplant hatten und regelmäßig die Fahrerrolle getauscht haben, sind das wirklich machbare Entfernungen und eine lohnende Route. Ein paar praktische Tipps und Tricks für euren Roadtrip in den USA findet ihr hier.

Welche Route könnt ihr in den USA empfehlen?

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