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Warum Schneeschuhwandern das bessere Skifahren ist

schneeschuhwandern aussicht

Skifahren ist toll. Gibt es ein schöneres Gefühl, als bei Sonnenschein durch den glitzernden Schnee den Berg herunterzugleiten und sich dabei den Wind um die Nase wehen zu lassen? Jahrelang haben wir das so gemacht, bis Saskia sich letztes Jahr einen Kreuzbandriss abgeholt hat. Warum Skifahren jetzt einen ernsthaften Konkurrenten bei uns hat.

Beim Schneeschuhwandern spürt ihr die Berge

Zum Skifahren braucht ihr definitiv einen Berg. Außer dass es bergab geht, bekommt man aber eigentlich nicht viel mit von den gewaltigen Gesteinsformationen. Beim Schneeschuhwandern habt ihr ein ganz anderes Verhältnis zum Berg: Es geht hoch und runter und schräg zum Berg. Jeder Schritt kann eine neue Herausforderung sein. Da gibt es keinen Skilift, der euch den Gipfelsturm erleichtert. Beim Schneeschuhwandern, wenn ihr mit jedem Schritt gegen den Berg ankämpft, spürt ihr die Mächtigkeit des Naturereignis Berg viel deutlicher als beim Skifahren.

 

Schneeschuhwandern ist kein Massentourismus

Wie oft haben wir uns schon die Beine in den Bauch gestanden, um in eine Gondel einzusteigen? Winterferien, Feiertage, Wochenden… Es gibt zu viele Anlässe, an denen sich zu viele Menschen denken, dass Skifahren doch jetzt genau das richtige wäre. Statt die Bergwelt und das Winterwetter zu genießen, stellt man sich in eine Warteschlange nach der nächsten und ist auch auf der Piste nur damit beschäftigt, dem nächsten Unfall auszuweichen. Schneeschuhwandern ist noch kein so großes Thema in den Wintersportgebieten. Zwar gibt es immer mehr ausgeschilderte Wanderwege und auch die Anzahl der Wandergruppen nimmt von Jahr zu Jahr zu. Trotzdem habt ihr beim Schneeschuhwandern den Wald oft ganz für euch allein. Nichts ist schöner, als das leiseste Tiergeräusch oder den entferntesten Bach in der Stille zu hören.

Schneehschuhwandern Grindelwald

Die schönsten Aussichten gibt es nicht von einer platten Piste

Auf Skiern der Sonne und dem Tal entgegen zu gleiten ist ein unglaubliches Gefühl. Aber noch viel schöner ist die Aussicht von einem einsamen Weg, umgeben von Winterwald. Nirgendwo sieht man die beeindruckende Größe der Berge besser, als von einer schneebedeckten Lichtung. Vielleicht seid ihr auch auf einem Weg unterwegs, aber anders als beim Skifahren trennt euch keine kilometerweite Piste von der echten Natur, sondern nur ein einziger Schritt. Doch nicht nur die Berge präsentieren sich auf einmalige Art und Weise. Ihr seht eine völlig andere, winterliche Bergwelt, als beim Skifahren.

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Schneeschuhwandern bindet euch nicht an die Alpen

Zum Skifahren braucht ihr vor allem eins: einen Berg. Geht es nicht bergab, gibt es auch keinen Geschwindigkeitsrausch. Beeindruckende Winterlandschaften sind jedoch nicht immer nur in den Bergen zu finden. Auch im Flachland ergeben sich bei ausreichend Schnee einmalige Ausblicke. Je nördlicher ihr unterwegs seid, desto winterlicher wird es. Wenn ihr beispielsweise die winterlichen schwedischen Wälder erkunden wollt, sind Schneeschuhe das perfekte Fortbewegungsmittel.

Bevor ihr das nächste Mal die Abfahrtsski einpackt, bringt doch lieber mal ein bisschen Abwechslung in den Winter und schnallt euch ein paar Schneeschuhe unter.

schneesturm

Praktische Hinweise

Schneeschuhe und ein paar Wander-/Skistöcke könnt ihr fast bei jedem Skiverleih mieten. In einigen Alpenregionen gibt es mittlerweile ausgeschilderte Schneeschuhwanderwege. Wir waren im Februar z.B. auf den Wegen rund um Grindelwald unterwegs. Macht euch am besten nicht allein auf den Weg und verlasst nicht die ausgeschilderten Wege. Die Lawinengefahr ist nicht unterschätzen. Bei geführten Touren werdet ihr über die wichtigsten Gefahren aufgeklärt und seid aufgrund der technischen Ausrüstung der Guides deutlich sicherer unterwegs. Im Flachland reicht es, ein GPS-fähiges Gerät dabei zu haben, um sich nicht in einer Schneewüste zu verlaufen.

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