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Unser W-Trek im Torres del Paine Nationalpark (+Packliste!)

Wenn wir an Patagonien gedacht haben, dann ist uns vor allem eine Region in den Sinn gekommen: der Torres del Paine Nationalpark. Das Andenstück im äußersten Süden Chiles war mit seiner abwechslungsreichen Natur für uns das klassische Bild Patagoniens. Viele Ecken des Parks sind mit Wanderwegen erschlossen. Wo wir aber gerade bei Klassikern waren, haben wir uns natürlich auch für die klassische Mehrtageswanderung entschieden: Den W-Trek.

Die ca. 90 Kilometer lange Wanderung wurde nach ihrer Form auf der Landkarte benannt. Da es die Chilenen scheinbar mit Buchstaben-Wanderung haben, kannst du neben dem W auch noch das O oder Q wandern. Wir haben uns für das W entschieden, da es die kürzeste der drei Wanderungen ist und sie für die Kürze der Zeit eine unglaubliche Vielfalt bietet.

Der Torres del Paine Nationalpark liegt zwischen patagonischem Eisfeld, subpolaren Wäldern und der patagonischen Steppe. Beim W-Trek siehst du daher Gletscher, Berge, Wälder und große Seen. Wanderst du das O, kannst du zusätzlich noch einen kurzen Blick auf das Eisfeld werfen, beim Q siehst du das Bergmassiv außerdem noch einmal in seiner Gänze aus größerer Entfernung. Daher haben wir uns fest vorgenommen, irgendwann einmal nach Patagonien zurückzukehren und das große Q zu wandern.

W-Trek: Unsere Vorbereitungen

Da die Wanderung schon ziemlich lange in unseren Köpfen als fester Bestandteil der Weltreise geplant war, sind wir zum ersten Mal ein kleines bisschen hellhörig geworden, als Geh Mal Reisen letztes Jahr berichteten, dass seit der Saison 2016/2017 Reservierungen notwendig waren, um den Trek zu laufen. Aber es war ja noch lange hin, bis wir in Patagonien ankommen sollten, wir waren noch nicht einmal auf unsere Weltreise gestartet. Und so hatten wir immer mal wieder im Hinterkopf, dass wir diese Reservierungen ja mal vornehmen müssten. So ganz dringend kam uns das Ganze allerdings nicht vor, irgendwie würden wir schon an die Campingplätze kommen.

Gut, dass man auf Reisen immer wieder auf andere weit gereiste Menschen trifft: Am Abend, nachdem wir den Abel Tasman Track abgeschlossen hatten, kamen wir mit einem Pärchen ins Gespräch, das einen Monat zuvor im Torres del Paine Nationalpark unterwegs war – und keinen Trek machen konnte, weil sie keine zusammenhängenden Campingplätze mehr ergattern konnten. Das war dann auch für uns so langsam der Startschuss und einen Tag später saßen wir ein bisschen ratlos vor den Buchungsseiten. SeitEN? Jap, alle Campingplätze für einen Nationalpark über eine Homepage zu buchen, wäre zu einfach. Also musst du für deine Buchung sowohl bei Fantastico Sur, Vertice Patagonia und CONAF vorbei schauen. Stand also noch die Frage, welche Camps wir buchen, um unsere Wanderung in möglichst angenehme Abschnitte aufzuteilen. Dafür haben wir uns grob an diese Fünf-Tage-Variante gehalten und waren im Nachhinein mehr als zufrieden.

W-Trek Tag 1: Anreise und wolkiger Start

Am 24. März 2017 klingelte unser Wecker ziemlich früh und wir standen pünktlichum 07:00 Uhr am Busbahnhof, um den ca. 1,5 Stunden von Puerto Natales entfernten Nationalpark zu erreichen. Nachdem wir den ziemlich teuren Eintritt von ca. 30 Euro bezahlt, unsere Daten hinterlegt und ein Belehrungsvideo zum Verhalten im Nationalpark geschaut hatten, stiegen wir für eine weitere halbe Stunde in den Bus, um schließlich per Boot zum Refugio Paine Grande, dem Startpunkt unseres W-Trek zu gelangen. Die Uhr zeigte mittlerweile 12:00 Uhr an und wir gönnten uns zuerst einmal einen kleinen Snack, bevor wir die Rucksäcke festschnallten und die ersten elf Kilometer zum Refugio Grey wanderten. Die Strecke führte uns über weite Teile am Lago Grey entlang und nach ca. der Hälfte der Strecke konnten wir einen ersten Blick auf den Grey Gletscher werfen. Direkt neben dem Gletscher befand sich unser erster Campground und nach etwas mehr als drei Stunden hatten wir diesen auch schon erreicht.

W-Trek Tag 2: Entspannte Wanderung ins O

Die erste Nacht im Torres del Paine Nationalpark war für uns sehr entspannt und ziemlich lang, da wir auch für den zweiten Tag eine eher kurze Strecke geplant hatten. Daher starteten wir nach einem warmen Frühstück noch ein Stück weiter nach Norden bis wir an einer zweiten Hängeseilbrücke ankamen und sich ein wunderschöner, weiter Blick über den Grey Gletscher ergab. Nach unserer Rückkehr zum Refugio Grey gönnten wir uns noch eine warme Mahlzeit, bevor wir den Rückweg zum Refugio Paine Grande antraten. Auf dem Weg dorthin rissen auch die Wolken zum ersten Mal auf und wir spürten die ersten Sonnenstrahlen des Treks auf unserem Gesicht.

W-Trek Tag 3: Valle Francés und Mirador Britanico

Nach insgesamt 19 Kilometern beendeten wir auch den zweiten den Tag mit einer warmen Dusche und dem schönsten Zeltplatz der gesamten Wanderung. Am nächsten Morgen hieß es früh Aufstehen und kurz nach Sonnenaufgang waren wir auf dem noch recht einsamen Weg zum Campamento Italiano. Die zweistündige Wanderung bot immer wieder neue Ausblicke auf die Cuernos del Paine und die umliegenden Seen. Bei strahlendem Sonnenschein liefen wir schließlich über die letzte Brücke, bevor wir am Camp unsere großen Rucksäcke zurückließen und uns auf den Weg durch das Valle Francés machten. Für die nächsten zweieinhalb Stunden konnten wir gar nicht mehr aufhören zu staunen. Links ragten wilde Berge in den blauen Himmel, von denen immer wieder Lawinen nach unten auf den Gletscher abgingen. Auf der rechten Seite fühlten wir uns ein kleines bisschen in den Yosemite Nationalpark zurück versetzt, so schön erhoben sich die Granitberge über uns. Nach vielen Höhenmeter erreichten wir den Mirador Britanico und mit ihm einen der schönsten Ausblicke der gesamten Wanderung.

Da wir damit allerdings erst ca. die Hälfte unserer Strecke an diesem Tag geschafft hatten, brachen wir nach einer kurzen Mittagspause auf. Nach zwei Stunden erreichten wir unsere Rucksäcke und nach einer weiteren halben Stunde Auf und Ab kamen wir am Ziel unserer dritten Tagesetappe an, dem Campamento Francés. Anders als die beiden vorherigen Plätze mussten wir hier unser Tunnelzelt auf einer quadratischen Plattform aufbauen – nicht ganz so optimal. Nach einer warmen Dusche und dem dritten Mal Couscous auf dieser Wanderung fielen wir erschöpft in unsere Schlafsäcke, am nächsten Tag sollte uns nämlich der längste Abschnitt der Wanderung erwarten.

W-Trek Tag 4: Mäusestart und Zielaussicht

Daher klingelte unser Wecker bereits um sechs Uhr, als wir ein merkwürdiges Trappen hörten – und damit nicht mehr an einen schnellen Aufbruch zu denken war. Schon vor Beginn unserer Wanderung hatten wir vom Mäuseproblem im Torres del Paine Nationalpark gehört. Und hatten daher all unser Essen immer doppelt verpackt, nichts im Zelt gegessen oder womöglich sogar Nahrungsmittel im Zelt aufbewahrt. Ein Blick ins Vorzelt offenbarte uns aber, dass da irgendwas schief gegangen sein muss: Mein Rucksack hatte ein dickes Loch und viele kleine und ganz oben drauf lag drapiert als erschlagender Beweis der Faden einer Chorizo. Blöderweise hatten wir den Müll unserer Mittagspause am Tag zuvor im oberen Teil des Backpacks vergessen – und die Maus hatte den winzigen Rest der unheimlich leckeren Wurst gefunden.

Mit ein wenig Verspätung hatten wir unser angeschlagenes Gepäck auf dem Rücken und setzten die ersten Schritte in Richtung unseres finalen Campamentos. Nach den ersten ziemlich entspannten 1,5 Stunden bis zum Refugio Cuernos zeigte uns der Weg dann sein ganzes Potenzial auf: immer weiter nach oben schlängelte sich der Pfad entlang des Lago Nordernskjöld bis wir die Abkürzung zum Refugio Chileno erreichten. Der Weg führte ab dort immer steiler bergauf, lediglich unterbrochen von einigen Schlammfeldern, über die gegen Ende der Saison nur noch einige wenige morsche Bretter führen. Während unserer Mittagspause genossen wir den Ausblick über den See, die weite Ebene – und das Hotel Las Torres, unserem Endziel der Wanderung am nächsten Tag. Irgendwann fand die Abkürzung den Weg zum Campamento Chileno, das wir nach einer weiteren Stunde gern für eine Kaffeepause nutzten. Wir waren deutlich schneller unterwegs, als die Karte des Nationalparks uns zu Beginn vermuten ließ. Daher entledigten wir uns erstmal unserer Wanderschuhe und genossen ein heißes Getränk.

Da aber noch eine 1,5-stündige Wanderung bis zu unserem Nachtlager bevor stand, schnallten wir unsere Rucksäcke bald wieder auf und machten uns auf den Weg zum Campamento Torres. Immer wieder blitzen zwischen Wolken und dichten Wald die drei Torres hervor. Unserem Ziel so nah, liefen sich die letzten Kilometer trotz stetigem Auf und Ab wie von Allein. Und so konnten wir es schon fast gar nicht glauben, als wir am Eingang zum Camp standen. Dann noch Zelt aufbauen, das letzte Abendessen zubereiten und mit allen anwesenden Mitwanderern zum letzten Mal mit Pisco anstoßen. Immer wieder ging unser Blick ein wenig bang in Richtung Himmel, der immer noch von dichten Wolken überzogen war. Ändern konnten wir das aber leider auch mit vielen Blicken nicht, also befestigten wir unseren Essensrucksack mäusesicher am nächsten Baum, stellten unseren Wecker auf 06:00 Uhr und versuchten trotz Mäuseträumen ein wenig Schlaf zu finden.

W-Trek Tag 5: Ein perfekter Sonnenaufgang

Ohne viel zusammenzupacken haben wir uns in der tiefen Dunkelheit gemeinsam mit vielen, vielen anderen Wanderern auf den steilen Weg bergauf gemacht. Als das erste Licht der Morgendämmerung auf unseren Weg fiel, konnten wir unser Glück kaum fassen: ein wolkenloser Himmel zeigte sich über uns und leitete uns die letzten Meter über dicke Geröllbrocken bis zu den Namensgebern des Nationalparkes: den Torres del Paine. Schnell sind wir in unsere warmen mitgebrachten Sachen und den gemütlichen Schlafsack geschlüpft. Mit ein paar Snacks in der Hand beobachteten wir das atemberaubende Naturschauspiel. Hoch über uns und der Lagune erhoben sich die Gesteinstürme vor einem klaren, tiefblauen Himmel. Fast dachten wir schon, ein paar aufziehende Wolken hätten uns einen Strich durch die Rechnung gemacht, als sich die ersten Turmspitzen in warmes Rot hüllten. Meter für Meter schob sich die Sonne weiter über den Horizont bis die Türme bald komplett in die warme Farbe getaucht waren. So oft hatten wir die Bilder schon gesehen, aber diesen Moment tatsächlich zu erleben, stellte jede Google-Bildersuche weit in den Schatten.

Da die Abfahrtszeiten der Busse leider nicht an den im Herbst später startenden Sonnenaufgang angepasst werden, mussten wir uns bald von dem bezaubernden Anblick losreißen und den steilen Abstieg ins Camp starten. Nach einem kurzen Frühstück packten wir ein letztes Mal unser Zelt zusammen und machten uns an den langen Weg ins Ziel. Bei schönstem Sonnenschein passierten wir viele Wanderer, die wir in den letzten Tagen kennengelernt hatten und die keinen Platz mehr im Campamento Torres bekommen hatten. Irgendwann ging es nur noch bergab und wir konnten die letzten Blicke auf die weite Landschaft des Nationalparks genießen. Wir überquerten noch eine letzte Brücke und waren bereit für unsere Ziel-High-Fives. Ein Begrüßubgskomittee gab es leider nicht, dafür aber einen wartenden Shuttle-Bus. So ging unsere Wanderung ein bisschen hektisch und etwas unspektakulär zu Ende. Die spektakulären Bilder auf dem Weg zum Ziel werden wir allerdings noch ziemlich lange im Herzen tragen.

Praktische Informationen für deinen W-Trek

Falls du die Wanderung genauso aufteilen möchtest, wie wir (was wir dir unbedingt empfehlen können), hier noch einmal unsere Camps: Campamento Grey, Campamento Paine Grande, Campamento Frances und Campamento Torres. Für unsere Wanderung Ende März war es ausreichend, die Camps ca. drei Wochen zuvor online zu buchen. Für uns war die Aufteilung perfekt, da wir die Torres gern am Ende unserer Wanderung sehen wollten, sich die Anforderungen von Tag zu Tag erhöhten und uns gleichzeitig genügend Zeit zum Ausruhen blieb.

Wir hatten unser eigenes Campingequipment dabei, haben ausschließlich im Zelt übernachtet und uns selbst versorgt. Das ist mit Abstand die günstigste Variante, du kannst dir aber auch in Puerto Natales oder direkt bei den einzelnen Campingplätzen ein Zelt leihen. Oder du übernachtest in einem Refugio, wo du ein Bett in einem Schlafsaal bekommst. Auf Zeltplätzen mit Refugio oder bei einer Übernachtung im Refugio kannst du außerdem einzelne Mahlzeiten oder Vollverpflegung buchen. Getestet haben wir das nicht, aber von vielen Seiten gehört, dass das Essen unheimlich lecker sein soll.

Den Bus in den Nationalpark buchst du am besten direkt bei deiner Ankunft am Busterminal in Puerto Natales. Du legst einen Abfahrtstag fest, die Rückfahrt kannst du dann jederzeit antreten. Die Fahrt mit dem Katamaran buchst du nicht vor, sondern zahlst direkt vor Ort. Achte darauf, dein Geld nicht in deinem Trekkingrucksack zu verstauen, da dieser während der Fahrt nicht zugänglich ist.

… ein paar kritische Worte zum W-Trek

Bei aller Schönheit, die der W-Trek für uns bereit hielt, wollen wir nichts beschönigen und auch ein paar kritische Worte äußern: Der Eintritt in den Nationalpark ist mit umgerechnet ca. 30 Euro relativ hoch. Daher hatten wir uns gut erhaltene Wege und eine super Infrastruktur erhofft. Tatsächlich waren wir am Ende der Saison ganz besonders von Zustand der Wege enttäuscht. Da waren Sümpfe und Flüsse zu durchqueren, ohne dass die Bretter, die viele Monate zuvor darüber gelegt wurden, nachgerüstet worden wären. So sind wir selbst nicht nur einmal knietief im Matsch gelandet und haben auch ziemlich üble Geschichten von anderen Wanderern gehört. Auf vielen Kilometern verkehren außerdem neben Wanderern auch Pferde auf den zum Teil schmalen Wegen. Das ist zum Einen anstrengend, da Pferde jederzeit Vorrang haben, zum Anderen macht das die zum Teil deutlich ausgetreten Wege nochmals schlechter. Grundsätzlich alles kein Problem, bei einem Eintrittspreis dieser Größenordnung allerdings doch ziemlich unangebracht.

Auch die Camps konnten uns nicht gerade von ihrem Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen. Zu Preisen, die wir auch in Neuseeland bezahlt haben, bekamen wir schiefe und unebene Plätze mit Mäuseproblemen. Überhaupt – der Umgang des Nationalparks mit Mäusen war uns der größte Dorn im Auge: Beim Eintritt in den Park wurde kurz darauf hingewiesen, dass im Park Mäuse leben, gegen diese wie gegen alle anderen Lebewesen im Park allerdings nicht vorgegangen wird, da alle Bewohner des Nationalparkes unter Naturschutz stehen. Blöd ist eben nur, wenn eine Population jede natürliche Größe verliert, weil unnatürlich viele Menschen im Park sind. Nicht bei einem einzigen Campground wurden wir darauf hingewiesen, dass ein Problem mit den kleinen Nagern besteht, im Campamento Francés mussten wir sogar direkt neben unserem Zelt Essen zubereiten. Falls du deinen W-Trek planst, achte darauf, kein Essen oder andere duftende Gegenstände mit in dein Zelt zu nehmen, die kleinen Nager machen auch vor Zeltwänden nicht halt. Am besten, du verstaust dein komplettes Essen in einem Rucksack, diesen in einer großen Mülltüte und hängst das Konstrukt an den nächsten Baum.

Unsere Packliste für den W-Trek

Alles in Allem würden wir den Trek jederzeit wieder machen. Die Schönheit der Natur ist einfach unbeschreiblich. Aber sei dir bewusst, dass der W-Trek nicht gerade das wildeste Erlebnis aller Zeiten sein wird. Und du dafür auch verhältnismäßig viel Geld in die Hand nehmen musst. Wenn du dich jetzt fragst, was wir 90 Kilometer durch den Torres del Paine Nationalpark geschleppt haben, kommt hier unsere Packliste für den W-Trek in fünf Tagen und für zwei Personen.

Es kann in Patagonien regnen. Und zwar ohne Ende. Wir hatten bei unserer Wanderung großes Glück und nur eine einzige leicht verregnete Nacht. Da Wettervorhersagen im Torres del Paine Nationalpark allerdings hinfällig sind, war unser Gepäck auf den schlimmstmöglichen Zustand ausgerichtet. Das heißt, wir hatten jeweils ein Wanderoutfit dabei, das wir jeden einzelnen Tag getragen haben. Hätte es geregnet, wären wir damit nass geworden. So lange du aber in Bewegung bleibst, besteht keine Gefahr, dass du dich erkältest.  Und sobald wir die Camps erreicht hatten, waren unsere trockenen Klamotten bereit in unseren Rucksäcken. Da es Ende März schonmal empfindlich kalt werden kann, habe ich mich entschieden, eine leichte Daunenjacke zu leihen. An den zum Teil klirrend kalten Abenden definitiv die richtige Entscheidung für mich. Ein weiterer Ausrüstungsbestandteil, über den ich ziemlich froh war, waren meine Wanderstöcke. Niemals zuvor hatte ich ein paar Stöcke dabei, weil irgendwie machte das nie einen Sinn für mich. Aber in Patagonien mit seinen stürmischen Böen und tiefen zu querenden Matschlandschaften haben mir die Beiden doch den ein oder anderen unverzichtbaren Dienst geleistet.

  • Saskia: eine Mütze, ein Kopftuch, ein Longsleeve, ein Merino-Longsleeve, ein Top, eine Merino-Leggings, eine Leggings, eine Wanderhose, ein Paar Wandersocken, ein Paar Kuschelsocken, Unterwäsche, eine Fleece-Jacke, eine Daunenjacke, eine Regenjacke, ein Paar Wanderschuhe, ein Paar Schlappen, ein Paar Handschuhe, ein Paar Wanderstöcke, Sonnenbrille, ein Handtuch
  • Johann: eine Mütze, ein Buff, eine Sonnenbrille, ein Longsleeve, Unterhosen, ein Paar Kuschelsocken, ein Paar normale Socken, ein Paar Wandersocken, eine Wanderhose, ein Paar Wanderschuhe, ein gefütterter Pullover, eine dicke Jogginghose, eine Regenjacke, ein Paar Flip-Flops, ein Paar Handschuhe, ein Handtuch

Falls du, so wie wir, den W-Trek mit deinem eigenen Zelt bestreiten willst, solltest du unbedingt ein windfestes Exemplar dabei haben. Ein Wurfzelt ist im Torres del Paine Nationalpark definitiv nicht richtig aufgehoben. Auch bei der Innenausstattung solltest du nicht unbedingt geizen. Mit unseren Schlafsäcken mit einer Komforttemperatur von -1°C haben wir in keiner Sekunde gefroren. Wir lagen allerdings auch ziemlich bequem und warm auf unseren Therm-a-Rest Isomatten. Wenn du dich zusätzlich auch selbst versorgst, gehört auch ein Kochset in deinen Rucksack. Feuer (auch mit Gaskochern) ist nur in den Küchenbereichen der einzelnen Camps erlaubt. Da diese in fast allen Fällen geschlossene Räume sind, ist ein Gasbrenner die sauberste Variante. Mit einem Alkoholbrenner ziehst du dort nämlich unangenehme Aufmerksamkeit auf dich.

  • Zwei-Personen-Zelt, zwei Schlafsäcke, zwei Isomatten, ein Hammer (den kannst du auch mit herumliegenden Steinen ersetzen), zwei Stirnlampen, ein Gaskocher, ein Topf, zwei Becher, zwei Schüsseln, zweimal Besteck, Feuerzeug, eine große Gaskartusche, ein Windschutz, ein Geschirrtuch, ein Schwamm

Wenn du dein Essen für fünf Tage mit dir rumschleppen musst, dann überlegst du dir zweimal, wie viel du wirklich brauchst. Wir haben mehr al einen Tag in Puerto Natales damit verbracht, die perfekte Menüfolge zu erstellen. Das war gar nicht so einfach, am Ende hat sich aber auch unsere Packliste für das Essen auf dem W-Trek als perfekt (für uns) herausgestellt.

  • Frühstück: 800 Gramm Haferflocken, 100 Gramm Kakao, Milchpulver, Kaffee, 4×50 Gramm getrocknete Früchte
  • Abendessen: 10 Portionen Couscous (aufgeteilt auf vier Abende), eine Chorizo, zweimal getrocknete Pilze, einmal Soja-Geschnetzeltes, Paprikapulver, Curry, Salz, Knoblauchpulver, Tee
  • Snacks: eine Chorizo, 10 Müsliriegel, 4×100 Gramm Nüsse, 3×50 Gramm getrocknete Früchte, zwei Äpfel, vier Fertig-Nudelsuppen

Puh, das war dann wahrscheinlich unser bisher längster Artikel. Wir hoffen, du findest alle Informationen, die du für deinen W-Trek im Torres del Paine Nationalpark brauchst. Ansonsten freuen wir uns natürlich jederzeit über einen Kommentar!

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