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Island – Kosten, Packen, Route

Island Schiff

Zwei Wochen im kalten isländischen Sommer haben einen bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen. Bevor wir dir allerdings unsere Highlights zeigen, kommen hier erstmal die hartem Fakten: Was hat unsere Reise gekostet? Was musst du für zwei Wochen Island im August einpacken? Und für welche Strecke haben wir uns entschieden?

Die Eckpunkte unserer Island-Reise

Die Kosten für einen zweiwöchigen Trip nach Island können ziemlich stark variieren, je nachdem, wie du unterwegs sein willst. Daher geben wir dir zu Beginn die Eckpunkte unserer Reise: Wir sind zu viert gereist. Als Paar sparst du sowieso gegenüber Alleinreisenden, weil viele Kosten durch Zwei geteilt werden können. Und auch zu viert konnten wir den ein oder anderen Kostenblock pro Person reduzieren. Daher haben wir für dich in unserer Reisekostentabelle sowohl die Preise pro Einheit (interessant für Alleinreisende) und die Kosten pro Person (interessant für zu-viert-Reisende) aufgenommen.

Camping Landmannalaugar

Wir haben ausschließlich im Zelt auf Campingplätzen übernachtet. Übernachtungen in Island sind teuer und im Sommer auch so gut wie ausgebucht. Da wir kein Problem mit Zeltnächten haben und uns unsere Spontanität bewahren wollten, war unsere Übernachtungswahl ziemlich schnell klar. Mit der Campingcard konnten wir bis zu 28 Nächte auf 41 Campingplätzen im ganzen Land verbringen. Die Karte gilt für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder. Die Übernachtungssteuer musst du zusätzlich auf den einzelnen Plätzen zahlen. Daneben haben wir fünf Nächte auf Plätzen verbracht, die über die Karten nicht abgedeckt waren und die wir extra gezahlt haben. Wenn du allerdings ein richtiges Bett vorziehst oder kein Camping-Equipment besitzt, das dem isländischen Wetter stand hält, dann kommen deutlich mehr Kosten als bei uns auf dich zu.

Campground Landmannalaugar

Selbstversorgung war für uns die erste Wahl: Wir waren lediglich zwei Mal im Restaurant – einmal in Akureyri, einmal in Reykjavik – ein paar Mal in Cafés und jeden bis jeden zweiten Tag einen Tankstellen-Hot-Dog essen. Kulinarisch also nicht unbedingt unsere anspruchsvollste Reise. Bei den isländischen Preise aber unvermeidbar, vor allem wenn eine Weltreise ins Haus steht. Wasser bekommst du in Island aus fast jedem Wasserhahn in bester Qualität, sodass wir nur ein einziges Mal den Supermarkt bemühen mussten (um den Schwefelgeruch endlich mal aus der Nase zu bekommen).

Die isländische Natur hat so viel zu bieten, dass wir sehr wenige Eintritte etc. gezahlt haben. Tief in die Tasche gegriffen haben wir eigentlich nur für die Myvatn Nature Baths und eine Whale Watching Tour.

… und das haben uns die zwei Wochen in Island gekostet:

Kostenpunkt

pro Einheit

pro Person

Flüge Berlin – Keflavik – Berlin

379,24 €

379,24 €

Mietwagen (4WD)

1.864,00 €

466,00 €

Verpflegung

201,55 €

201,55 €

Übernachtungen

212,92 €

106,46 €

Transport (Benzin, Fähre, Maut, Parken)

516,74 €

129,19 €

Aktivitäten

106,16 €

106,16 €

Verschiedenes (Gas, Souvenirs etc.)

79,92 €

79,92 €

Gesamt

1.468,52 €

 

Gar nicht mal so übel, oder?

Unsere Packlisten für zwei Wochen Island

Zeltübernachtungen benötigen natürlich eine andere Ausstattung als Hotel-Stopps. Daher mussten wir an der ein oder anderen Stelle sparen, um die wichtigsten Sachen in die Rucksäcke zu bekommen.

Das hatten wir zu Zweit dabei:

  • Zelt
  • 2 Schlafsäcke
  • 2 Kissen
  • 2 Isomatten
  • 2 Campingtöpfe und 1 -Pfanne
  • 2 Essschalen/Behälter
  • 2 Trinkflaschen
  • 2 Tassen
  • 1 French Press
  • 1 Gaskocher
  • 1 Feuerzeug
  • 1 Windschutz
  • Besteck und Taschenmesser
  • 2 Stirnlampen
  • 2 Schlafmasken
  • Spülmittel
  • Schwamm, Geschirrtuch
  • Kamera mit Objektiven und Ladegerät

Außerdem hatten wir aus Deutschland schon ein paar Zutaten für unsere ersten Abendessen mitgebracht, um noch ein kleines bisschen gegenüber den isländischen Supermärkten zu sparen.

Island Pullover

Das habe ich außerdem noch eingepackt:

  • 4 Leggings
  • 3 T-Shirts
  • 4 Tops
  • 3 Longsleeves
  • 1 Wanderhose
  • 1 Badeanzug
  • 1 Fleece-Jacke
  • 1 Sweat-Jacke
  • 1 Wollpulli
  • 1 Mütze
  • 1 Paar Handschuhe
  • 1 Halstuch
  • 1 Paar Wanderschuhe
  • 1 Paar Birkenstocks
  • Unterwäsche
  • 1 Tagesrucksack

Und das hatte Johann in seinem Rucksack:

  • 1 Tight (Männerleggings)
  • 4 T-Shirts
  • 1 Longsleeve
  • 1 Wanderhose
  • 1 Badehose
  • 1 Sweatjacke
  • 1 Kapuzenpulli
  • 1 Pulli ohne Kapuze
  • 1 Jogginghose
  • 1 Paar Handschuhe
  • 1 Paar Joggingschuhe
  • 1 Paar Havaianas
  • Unterwäsche

Auto Landmannalaugar

An der ein oder anderen Stelle hätten wir sicher noch sparen können, aber da wir mit dem Auto unterwegs waren, mussten wir uns gewichtstechnisch ja auch nicht übermäßig einschränken. Auf vielen Campingplätzen hast du die Möglichkeit, eine Waschmaschine anzuschmeißen, sodass wir mit unseren Sachen nur ein bisschen länger als eine Woche auskommen mussten.

Unsere Route: In zwei Wochen durch Island

In unseren vollen fünfzehn Tagen vor Ort sind wir 3.013 km gefahren. An drei Orten haben wir zwei Nächte hintereinander verbracht, ansonsten haben wir täglich gewechselt. Die Strecke ist sicherlich nicht für jeden das Richtige. Aber wenn du, so wie wir, gerne Auto fährst (und bei der isländischen Natur ist das überhaupt nicht verwunderlich) und zwei Fahrer für den Mietwagen eingetragen hast, dann sind auch die längeren Tagesetappen ziemlich gut zu meistern. Dazu kommt außerdem noch unsere Reisezeit: auch im August profitierst du noch von Islands Nähe zum Polarkreis und hast sehr lange Tage. So kannst du auch abends um acht dein Zelt noch ganz locker im Hellen aufbauen.

Für uns als Island-Neulinge war die Route genau das Richtige, um in jede isländische Ecke mal kurz reinzuschauen. Ich bin froh, dass wir den Umweg nach Landmannalaugar auf uns genommen haben, das kleine Stück Hochland war für mich einer der schönsten Flecken in Island. Auch die teure Fährfahrt von den Westfjorden auf die Halbinsel Snæfellsness hat sich für uns gelohnt: Dort war es zwar nicht mehr ganz so einsam wie an einigen anderen Orten, die wir besucht haben. Aber die Vielfalt der isländischen Natur auf so kleinem Raum zusammengefasst war eine ziemlich gute Kombination.

Anfahrt Landmannalaugar

Das waren also erstmal die harten Fakten zu unseren zwei Wochen in Island. Falls du noch weitere Fragen zur Organisation einer solchen Reise hast, löchre uns ruhig in dem Kommentaren.

Hier findest du übrigens die Island-Tipps von fünf Reiseblogger-Kollegen.

Kannst du dir zwei Wochen Island im Zelt vorstellen? Oder brauchst du ein festes Bett und eine klare Route?

6 Comments to "Island – Kosten, Packen, Route"

  1. Antworten nordetrotter 7. September 2016 at 12:51

    Interessant! Trotz eurer Sparsamkeit irgendwie doch ganz schön teuer (finde ich). 2 Wochen im Zelt wären mir wahrscheinlich zu nass und kalt. Optimal für Island fände ich einen Camper. Die anderen festen Unterkünfte sind ja auch nicht immer so top und außerdem richtig teuer…

    Viele Grüße,
    Heike // nordetrotter

    • Saskia&Johann
      Antworten Saskia&Johann 7. September 2016 at 16:55

      Island ist wirklich extrem kostenintensiv. Man könnte natürlich nochmal deutlich sparen, wenn man den Allradantrieb oder das ganze Mietauto weglässt, aber dann verzichtet man eben auch gleichzeitig auf eine ganze Menge Flexibilität (gerade wenn man nur zwei oder drei Wochen Zeit hat). Camper haben wir tatsächlich ziemlich oft gesehen (die Zeltabneigung ist also verständlicherweise weit verbreitet in Island ;)), allerdings hab ich überhaupt keine Vorstellung, in welchem Bereich die preislich so liegen. Viele Grüße, Saskia

  2. Antworten Dori 9. September 2016 at 11:41

    Hallo ihr Lieben 🙂
    nun bin ich schon sehr gespannt auf eure Erfahrungen in Island und es freut mich irrsinnig, dass ihr die Westfjorde sowie Landmannalaugar auf eurem Plan hattet. Umso neugieriger bin ich nun auf eure Berichte und Eindrücke.

    Meine Route durch Island war sehr ähnlich – ich habe mir nur die Halbinsel Snæfellsness gespart und dafür ein tolles Gletscherabenteuer am Langjökull vorgezogen.

    Bezüglich Kosten bei einem Camper: Wir waren im September zu zweit mit einem Camper unterwegs, da ich ein festes Dach über dem Kopf haben und dennoch sehr flexibel sein wollte. Wir hatten von https://www.happycampers.is/ den Happy 2 Camper und würden ihn immer wieder nehmen! Absolut empfehlenswert!

    Meine Route könnt ihr hier finden: http://doriimwunderland.com/island-the-making-off/

    Liebe Grüße aus dem Wunderland
    Dori

    • Saskia&Johann
      Antworten Saskia&Johann 21. September 2016 at 21:21

      Hallo Dori, die Route scheint ein echter Klassiker zu sein. Uns hat es aber auch tatsächlich hinter fast jeder Kurve von den Socken gehauen, so schön war es. Die Happy Camper haben wir ziemlich oft gesehen in Island, ihr scheint also nicht die einzigen mit dieser guten Erfahrung zu sein. Danke für den Hinweis! Viele Grüße, Saskia

  3. Antworten Myriam 19. September 2016 at 23:38

    Ich bin leider nicht so Camping erprobt, aber ich glaube, dass sich Island super zum Zelten eignet. Wir waren letztes Jahr im Mai dort und haben in Reykjavik eine tolle günstige Pension gefunden. Ich glaube, dass man dank AirBnB und co auch günstig in Island übernachten kann. Aber Restaurants sind echt mega teuer in Island. Wir haben uns auch von Tankstellen Hot Dogs ernährt und waren im Bonus Supermarkt essen. Wir sind auch nicht um die gesamte Insel gefahren, sondern haben immer Tagestouren von Reykjavik aus gemacht. Beim nächsten Mal würden wir uns aber auch ein Gelände taugliches Auto mieten und einmal rumfahren.

    LG Myriam

    • Saskia&Johann
      Antworten Saskia&Johann 21. September 2016 at 21:24

      Hey Myriam, die isländischen Preise sind echt so eine Sache… Die Variante mit den Tagestouren stell ich mir eigentlich auch ganz angenehm vor, man spart sich dabei ja doch einige Zeit, in der man seine Sachen nicht zusammen packen muss… 😉 Wenn ihr mit Geländewagen unterwegs seid, müsst ihr unbedingt ins Hochland, das war für mich eins DER Highlights in Island. Viele Grüße, Saskia

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